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Blumen sind das Lächeln der Natur.

Gesendet am 11.12.17 in hr2 Kultur Zuspruch
Blumen sind das Lächeln der Natur.
Blumen sind das Lächeln der Natur.
Dipl.-Theol. Norbert Bug
Pastoralreferent

Wie oft mag Gott über uns lächeln, wenn wir Kleinen am Großen im Kleinen in der Natur vorbeigehen. - Er lässt uns aber sein Angebot immer wieder neu erblühen.

"Ach, sind die Blumen schön!" - Wie oft habe ich diesen Satz schon gesagt oder ge-dacht. Blumen bilden oftmals sehr schnell eine Brücke für Gespräche. Sicher haben Sie das auch schon erlebt: der Anblick schöner Blumen verändert die Stimmung. Selbst bei Menschen, die außer sich sind, verändern Blumen, die jemand ihnen an-bietet, die Laune.

171211 hr2 Zuspruch Bug

Heute, zwei Wochen vor Weihnachten, möchte ich bewusst den Blick auf Blumen und das kleine, meist unbeachtet Schöne am Straßenrand lenken. "Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut." Diesen wunderschönen Satz prägte der polnische Franziskanerminorit Maximilian Kolbe. Er ist bis heute be-kannt, weil er 1941 freiwillig für einen Mithäftling, einen Familienvater, in den Hun-gerbunker im KZ Auschwitz ging. Trotz allem Bösen, was ihm in Auschwitz angetan wurde, behielt Kolbe den Blick für das Wesentliche, das sich im Herzen ereignet. Da-rum übersah er auch nicht das Kleine, das da am Boden liegt, sah eben beispiels-weise die Blume als das Lächeln der Natur. Oftmals bemerkt man ja wirklich erst beim zweiten Hinsehen, wie schön manche unscheinbar kleine Blume ist. Der Schmetterling auf der Blume verschmäht nicht ihren Nektar. Blumen vermitteln Bot-schaften. So sagt im Volksmund die Rose, wie wertvoll und liebenswert einem der Mensch ist, dem man diese wunderschöne Blume schenkt. Ein Kaktus dagegen soll dem Beschenkten sagen: "Wir haben noch etwas zu klären. Es ist nicht ganz ohne Gefahr, aber ich will mit Dir reden."

Blumen - das Lächeln der Natur, das uns Maximilian Kolbe zeigen will, ist für mich auch ein Hinweis auf das Lächeln Gottes. Wie oft mag Gott schmunzeln, lächeln o-der sogar laut lachen, wenn er uns sieht und hört. Das Lächeln der Blume, "das Lä-cheln von Oben" steckt "die da unten" zum Mitlächeln an und löst Verkrampfungen.

Wahrscheinlich werden Sie das heute wieder erleben. Sie kommen in Ihren Betrieb und sehen, dass der Fahrstuhl in der Firma nach zwei Wochen immer noch nicht re-pariert ist. Also führt Ihr Weg wieder über das Treppenhaus und fünf Etagen höher. Erschöpft angekommen finden Sie, dass in der Kantine längst Zeit für einen frischen, heißen Kaffee sein müsste. Aber das würde bedeuten: Wieder nach unten und den-selben Weg, wieder ohne Fahrstuhl, zurück ins Büro. Also lassen Sie es lieber blei-ben. - Vieles könnte ich noch nennen, aber Sie wissen ja viel besser als ich, was al-les Ihren Alltag beeinträchtigt. Ich möchte Sie heute einfach nur dazu ermutigen, das Kleine zu sehen. Und sollten Sie dann bemerken, dass Ihre Blumen frisches Wasser benötigen, dann geben Sie Ihnen doch, was sie brauchen. Sie werden sehen, dassZuspruch am Morgen in hr2 von Pastoralreferent Norbert Bug, Künzell2Ihre Blumen Sie anlächeln. - Wollen Sie das heute nicht wieder einmal probieren? - Ich sehe schon Ihr Lächeln. Also: nur frischen Mut!